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Wink mit dem Zaunpfahl

Niederdorfer Markus, Summaprada

Bildungspolitisches Erdbeben in Graubünden. Für den Leistungsausweis nach 4 Jahren mit neuem Schulgesetz, wurde die rote Karte gezeigt. Wenn die CVP, SP und der Regierungsart betonen, dass mit dem Gesetz sowohl die integrative als auch teilintegrative Schulungsformen möglich seien und die umstrittenen 2 Präventionslektionen pro Klasse nur nach Bedarf gehalten werden müssen, zeigt sich in der Praxis ein total anderes Bild. Dieses Bild sollte zum Besseren korrigiert werden. SVP, FDP, BDP und ein Viertel der CVP sowie der Schulbehördenverband erkannten den Handlungsbedarf. Die SP zeigte sich einmal mehr kompromisslos. Wie immer, wenn es um Schulfragen geht, ist ihre oberste Prämisse je mehr Reform und Individualisierung, desto besser. Empirisch sei längst belegt, dass wenn schwächere Schüler mit besseren zusammen unterrichtet würden, alle besser werden. Die PISA- Resultate sogenannter Inklusionsschulen aus Deutschland zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist. Wenn Schüler stärker werden, dann im Team in der Klasse, wo der Klassengeist und Zusammenhalt zählt. Mit dem Rezept der totalen Individualisierung der SP macht man das Gegenteil. Ob Gemeinden den Mut haben, um zurück zu Kleinklassen zu gehen, wird sich zeigen. Dass es aber zu einer Bildungsdebatte kommen muss, welche die Bildung Graubünden im Zentrum hat, ist unumstritten. Bei dieser Debatte muss sich die CVP entscheiden, welchem Lager sie angehört. In der Politik sind Zeichen und Gesetze wichtig. Der Grossrat hat beides gemacht, drei Viertel der CVP hat sich mit formaljuristischen Argumenten der Verantwortung entzogen. Sie hat sich weder der SP noch der BDP Argumentation angeschlossen. Das erinnerte ein bisschen an Ueli Maurers Zitat: „Kei Luscht…“ Ein CVP-Grossrat des Nein-Lagers meint zum Ausgang der Abstimmung: "Das ist ein gewaltiger Wink mit dem Zaunpfahl für das EKUD und viele Gemeinden. Ich hoffe, sie begreifen jetzt, dass der Schuh wirklich drückt." Der Lehrerverband LEGR sollte auch über die Bücher. Bei der Umsetzung zur Einführung des LP21GR meint er, dass er diesen kritisch begleitet, und den Auftrag Michael lehnte er „ohne wenn und aber“ ab. Regierungsrat Martin Jäger wies den Grossrat auf seine Aufgabe hin. Dieser solle keine Zeichen setzen, sondern Gesetze erlassen. Die Bürgerlichen nahmen ihn beim Wort und nahmen ihre Verantwortung ernst. So wählte dann der Grossrat: 55% dafür, 35 % dagegen bei 10% Enthaltungen/ Abwesend. Regierungsrat Martin Jäger ist "angehalten" und nicht nur "gehalten", den Auftrag im Sinne Grossrats Michael umzusetzen.

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