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Der Steinbruch Carlag Vals wird wieder aktiviert!

Bless Brigitte , Vals

Teilrevision: Ortsplanung Abbauzone Garlag
Aufgrund des Abstimmungsresultates vom 30.November 2014 und der Empfehlung der Gemeindebehörde an die Stimmbürger, dem Abbau aus nicht zu unterschätzender wirtschaftlichen Wertschöpfung anzunehmen ( drei Arbeitsplätze!) wird das Wohnquartier Mura/Garlag bald wieder den Gefahren eines Steinbruchbetriebes ausgesetzt!
Die erste Grossmaschine ist im Garlag bereits in Stellung gebracht worden.

Am 26. Juli 2010 hat das Bundesgericht verfügt, dass der illegale Gesteinsabbau der Valser Naturstein AG Steinbruch Josef Berni per Ende Oktober 2010 eingestellt werden muss,
und hält in diesem Entscheid fest, dass seit Jahrzehnten ohne eine rechtskräftige Nutzungsplanung und die erforderliche baurechtliche Bewilligung abgebaut wurde. Die Valser Naturstein AG habe aus dieser Situation wirtschaftliche Vorteile gezogen, ohne die rechtlichen Vorgaben einzuhalten!

Infolgedessen stand am 30.November 2014 die Teilrevision der „Ortsplanung (Nutzungsplanung) Abbauzone Garlag“ zur Abstimmung mit folgendem Ergebnis:

 Der Ortsplanung „Abbauzone Garlag“ wird mit 275 Ja (156 Nein) zugestimmt.
Nur ein Jahr nach der Abstimmung zur „Erweiterung der Abbauzone Garlag“ haben sich damit 236
Stimmbürger plus weitere 39 für den Abbau im Steinbruch Garlag ausgesprochen, unseres Erachtens ist das sehr fragwürdig und sollte noch nachträglich wenigstens etwas kritisch hinterfragt werden.
Immerhin haben sich die Stimmbürger am 22. September 2013 bei der Abstimmung Ortsplanung „Erweiterung der Abbauzone Garlag“ mit 236 Nein (76 Ja) klar gegen die Erweiterung des Steinbruchs Garlag ausgesprochen. Dieses Abstimmungsresultat von 2013 war auch als deutliches NEIN zum Steinbruch Garlag zu verstehen! Beim erwähnten Ausgang der Abstimmung vom 30. November 2014 folgte dann prompt auch das BAB-Verfahren; Einsprachen wurden, trotz jahrelanger gerichtlicher Auseinandersetzungen, erneut abgelehnt. Eine solche Verantwortungswahrnehmung der Gemeindebehörde löst bei mir Unverständnis aus.
Angesichts des Gesuchs und der unglaublichen Empfehlung des Gemeinderates, „zur Weiterführung des bestehenden Steinbruchs“, musste unter anderem das Amt für Raumentwicklung darüber entscheiden. Dem Antrag des Valser Gemeinderates wurde schlussendlich zugestimmt, jedoch mit einem strengen vierseitigen Auflagekonzept, mit Lärmschutzauflagen, Gewässerschutzauflagen, Lufteinhalteauflagen, Auflagen zur Materialausbeutung, Auflagen zur Deponie und Wiederherstellung der Steingrube, Umweltschutzauflagen etc.! Zudem wird angeordnet, dass mit dem Gesteinsabbau erst nach erfolgter Abnahme der erwähnten Schutzmassnahmen durch die Baubehörde begonnen werden darf“!!!
Solche Auflagen sind nötig, nützen jedoch den Anwohnern und Gästen nur, wenn der Betreiber sich nicht verhält wie in der Vergangenheit, als er - trotz Bundesgerichtsurteil - im Steinbruch weiter arbeiten liess, notabene bis zur polizeilichen Versiegelung des Steinbruchs im Jahr 2012. Deshalb fordern wir den Valser Bauchef (Vizepräsident und Neffe des Steinbruchbetreibers), Daniel Berni auf, seine Verantwortung nun wahrzunehmen, das heisst, die Bestimmungen und Auflagen des BAB-Gesamtentscheides respektive des EKUD Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements auch entsprechend durchzusetzen.

Die Gemeindebehörde ist heute mehr den je gefordert, dem Valser Tourismus gerecht zu werden, denn nun wird das Segment des Luxustourismus angestrebt. So wird ein Steinbruch in einem Wohnquartier mitten im Dorf das Dorfbild bestimmt nicht vorteilhaft prägen. Ganz abgesehen von den Gefahren, die vom Steinbruch im Mura/Garlag-Quartier für Anwohner und Gäste ausgehen.

Wahrscheinlich ist aber das Tourismusverständnis des Steinbruchbetreibers Josef Berni beschränkt auf das in einem anderen Quartier gelegene Hotel „Rovanada“, bei dem er als Mitglied des Verwaltungsrats wirkt, denn da könnte das Hotel dereinst auch vom geplanten Ando Tadao Park profitieren.

Wir erinnern daran: Nach wie vor ist die volkswirtschaftliche Haupteinnahmequelle von Vals der Tourismus, das erfordert - Pflege des Dorfesbildes - bedachten Aufbau, nicht Abbau!

IG Garlag

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Kommentare

Niklas Wendelspiess

So 10.04.2016 - 07:34

Der Tourismus in Vals ist mittlerweile beudeutungslos geworden. Vorgestern wurden die Beherbergungszahlen für den stärksten aller Tourismusmonate Februar publiziert mit einem neuen, traurigen Negativrekord. Es herscht im wahrsten Sinne Flaute in jeder Beziehung. In Vals herrscht ein regelrechtes Chaos, sei es beim Thema Steinbruch oder der touristischen Entwicklung. Die Abwärtsspirale macht auch bei KMUs und einstigen Vorzeige Tourismusbetrieben nicht halt (SO von gestern über Daelehen von 800 000 sFR für Vals3000). Die Politik im Dorf hat versagt. Anstatt zu schlichten, werden Agressionen geschürt. Die Protagonisten in den Ämtern sind in erster Linie Partei, Partei für Stoffel, Truffer und dergleichen. Im Hintergrund hat hauptsächlich eine Familie etwas zu sagen. Der Investor kann walten und falten wie es ihm gefällt. Vielleicht ist es besser aus Vals abzuwandern um sich den Ärger nicht mehr anzutun. Es ist schwierig, gegen den Filz anzukommen und wenn Sie sogar Pech haben, werden Sie im Dorf ausgegrenzt, wie einige Personen der engagierten besorgten Bürger. Das Dorf hat in dieser Konstellation und in diesem dessolaten Zustand indem es sich befindet, eh keine Zukunft.

Quelle
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/awt/dokumentation/Dok…