Zürcher Künstler Bruno Weber im Alter von 80 Jahren gestorben

Der Zürcher Maler und Bildhauer Bruno Weber ist am Montag in Dietikon ZH im Alter von 80 Jahren gestorben. Mireille Flütsch von der Bruno-Weber-Stiftung bestätigte am Dienstag Berichte in der Tagespresse.

Bruno Weber posiert in seinem Skulpturenpark in Spreitenbach (Archiv).

Bild: Keystone

Dietikon ZH. – Bruno Weber sei am Montag um 13 Uhr zu Hause im Kreis seiner Familie gestorben, sagte Mireille Flütsch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Gegenüber der «Limmattaler Zeitung» sprach der Dietiker Stadtpräsident Otto Müller von einem «grossen Verlust für die Stadt und die Kunstwelt». Dietikon hat Bruno Weber dieses Jahr mit dem städtischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Bekannt geworden ist Weber im In- und Ausland vor allem mit Betonskulpturen. Mit seinen Skulpturenpark und Atelier-Wohnhaus im «Weinrebenpark» zwischen Dietikon ZH und Spreitenbach AG trug der Künstler massgeblich zur Popularisierung von Gesamtkunstwerken und der Phantastischen Architektur bei.

Gemäss seinem Motto «Es gibt nichts, was man nicht kann» verwandelte der von vielen Weltkulturen geprägte Einzelgänger die Betonmassen in farbenfrohe gigantische Fabelwesen: fliegende Drachen, Riesenschlangen, Vogelmenschen und Einhörner. Damit schaffte er - so sein Ziel - eine visionäre Gegenwelt zu Betonwüsten: Autobahnen, Fabriken und andere Bauten.

Seine Fabelwesen sind der Hauptbestandteil seiner fantasievollen Traumwelten, die Weber in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Architekten Justus Dahinden realisierte. Der Kurator Harald Szeemann (1933-2005) zeigte Werke von Bruno Weber in den Ausstellungen «Visionäre Schweiz» (1991). Zu Webers Werk sagte Szeemann: «Ein Besuch im Weinrebenpark ist wie ein tieferes Atmen.»

Geboren wurde Bruno Weber am 10. April 1931 in Dietikon. Er besuchte die Zürcher Kunstgewerbeschule, wo er vom früheren Bauhaus-Lehrer Johannes Itten wichtige Impulse für seine Malerei erhielt. Später liess sich Weber zum Lithografen ausbilden. Zur künstlerischen Weiterbildung reiste er nach Italien, Griechenland und in die damalige Tschechoslowakei.

Mit dem Bau seines Atelier-Wohnhauses und dem Gesamtkunstwerk «Weinrebenpark» begann er vor fünfzig Jahren. Die Bruno-Weber-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, den Park in Webers Sinn fertigzustellen. An der Vollendung des Wassergartens, der nächstens eingeweiht wird, arbeitete der Künstler bis zuletzt. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 25.10.2011, 08:25 Uhr
  • Webcode: 1284832
 
 

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