Besuch bei den letzten Zeugen des Burgenlandes Gaster

Fast unbeachtet liegt zwischen Schänis und Ziegelbrücke die mittelalterliche Burgruine Unterwindegg. Zu dieser führte die Exkursion «Burgruinen im Linthgebiet: mittelalterliche Wehranlagen und Herrensitze».

Einst Sitz Habsburgischer Gefolgsleute: Die Burg Unterwindegg wurde wohl 1357 und 1394 unter Vogt Egolf von Ems ausgebaut.

Bild: Nadine Rydzik

Schänis. – Wer an das Linthgebiet denkt, dem fallen nicht zuerst alte Burgen ein. Und doch gab es im Mittelalter knapp 20 Burgen zwischen Schwanden und Rapperswil. «Das ist eine erstaunliche Dichte auf so engem Raum», bemerkt der Exkursionsleiter Stefan Paradowski.

Doch viel ist von den meisten Burgen nicht mehr zu sehen oder die Überreste fristen ein unbeachtetes Dasein. Noch dazu ist sehr wenig aus der Blütezeit vor rund 700 Jahren überliefert. Zudem habe sich die Forschung bisher wenig mit dieser Vergangenheit beschäftigt, erklärte Paradowski.

Die Exkursion zur Burgruine Unterwindegg, auch Niederwindegg genannt, brachte den Teilnehmern den Zauber der Burgen ein Stück näher. Sie fand im Rahmen der sechsteiligen Exkursionsreihe «Geschichte im Gelände» statt.

Viele Hintergrundinformationen

Geprägt war die Zeit von der Herrschaft der Habsburger. Die Untervögte und habsburgische Amtsmänner residierten auf den Burgen. Schon im 14. Jahrhundert, noch vor der Schlacht bei Näfels, verloren die Burgen in der Region ihre Bedeutung, wurden verlassen und der Zeit überlassen.

Die Teilnehmer der Exkursion wurden mit vielen Hintergrundinformationen gefüttert, von Brauchtum, dem Aufbau von Burganlagen im Allgemeinen und der Burg Unterwindegg im Speziellen, wobei auch die historischen Zusammenhänge nicht zu kurz kamen. (ryz)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 24.06.2012, 19:00 Uhr
  • Webcode: 2386377
 

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