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Kunstzentrum stösst auf Begeisterung

In Susch baut eine polnische Milliardärin ein Zentrum für Gegenwartskunst. Es ist nicht der erste Wandel, den der kleine Passort durchlebt. Der Wandel wird aber sehr begrüsst.

Ein Leuchtturmprojekt: Mit dem Zentrum für Gegenwartskunst erhält Susch eine neue regionale Attraktion. Bild Fadrina Hofmann

Susch ist ein Knotenpunkt zwischen Ober- und Unterengadin am Fusse des Flüelapasses. Es ist ein Durchgangsort mit zeitweise sehr viel Verkehr. In Susch gibt es einen kleinen Dorfladen, eine Gärtnerei, eine 500 Jahre alte Kirche, eine Burgruine, zwei Restaurants, eine Garage. Noch vor 15 Jahren galt Susch als Inbegriff von alpiner Brache. Kaum Leben im Dorf, keine nennenswerte wirtschaftliche Aktivität, minimale Steuereinkünfte, wenig Kinder.

Heute sieht das Bild anders aus. Den Wendepunkt brachten die Hochwasser von 2005. Danach schien der Kampfgeist der Bevölkerung wieder erwacht zu sein. Das Wasserkraftwerk Susasca wurde gebaut und spülte Geld in die Gemeindekasse. Vor sieben Jahren wurde die Clinica Holistica Susch eröffnet und brachte Arbeitsplätze und Leben ins 220-Seelen-Dorf. Seit letztem August gibt es auch wieder eine Schule im Ort, die Heilpädagogische Schule Zernez. Und nun kommt der nächste Entwicklungsschritt: Die polnische Kunstsammlerin und Mäzenin Grazyna Kulczyk baut mit ihrer Stiftung am Nordhang des Dorfes ein Zentrum für internationale Gegenwartskunst.

Emil Müller ist Präsident der Gemeinde Zernez, zu der die Fraktion Susch gehört. «Die Entwicklung von Susch ist sehr erfreulich», meint Müller. Das Zentrum für Gegenwartskunst werde mehr Frequenzen und Arbeitsplätze für Susch und für die ganze Region bringen, ist er überzeugt.

Kulczyk hat nebst drei Häusern auch die alte Bierbrauerei gekauft und renoviert. Sollte sie ihr Versprechen wahr machen und nach Susch ziehen, wird sie eine bedeutende Steuerzahlerin für die Gemeinde Zernez. Das dürfte auch noch die letzten Skeptiker im Dorf positiv stimmen. Laut Müller werden bei jedem Wandel auch Ängste und Vorbehalte geweckt, doch die Grundstimmung im Dorf sei eine wohlwollende. Dies bestätigt sich auch bei einer kleinen Umfrage vor Ort. «Eine gute Sache», sei das geplante Kunstzentrum, meinten die meisten der Befragten.

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