zweitwohnungen

Autor: Candinas Norbert
Ort: Chur
Datum/Zeit: 21.02.2012 17:21

Zweitwohnungsinitiative kostet jeden Schweizer etwas.

Warum geht es dem Kanton Graubünden eigentlich so gut?
Haben Sie sich schon gefragt woher ein karges Land,das keine Nenneswerte Landwirtschft betreiben kann und keine Rohstoffe hat und so gut wie keine Industrie hat,so gut da steht.Gehören wir nicht zu den Kantonen,die am wenigsten Arbeitslose haben.
Könnte es evetuell sein,das ein Teil dieses Wohlstandes auch aus dem so verschmähten Ferienwohnungsbau stammt.
Heute ist es uns gelungen,die Abwanderung mit dem Tourismus zu stoppen.Glauben sie,alle Touristen würden in Hotels Ferien machen?Nein dann haben sie den Urinstinkt des Menschen falsch eingeschätzt.Der Häuslebauerefekt lebt,die Leute wollen ihre eigenen 4 Wände haben.Sonst kommen sie nicht.Viele Wohnungen sind übrigens teilweise auch über Monate belegt.Denken sie an Pensionäre.
Wir können es uns einfach nicht leisten,wie die Initianten das wollen,den Stecker von heute auf Morgen herauzuziehen.Es würde für jene Gemeinden,die heute gut dastehen extreme Einschränkungen bedeuten.Es würde viele Arbeitslose geben.
Die Vorgaben wurden ja schon gemacht,der Zweitwohnungsbau wurde bereits reguliert.Lasst uns weitere Modelle suchen um sowohl den Zweitwohnungsbau sowie den Hotelbau im vernünftigem Ramen weiter zu bringen.Wir brauchen beides.Nur mit dem Verkauf von Zweitwohnungen können neue Hotels als Querfinanzierung erstellt werden.Unser Rohstoff ist der Tourismus in allen seinen Formen.

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joh. fopp

27.02.2012 15:54 Uhr

absurd

etwas vom absurdesten, was ich zu diesem thema gehört habe, ist, dass die 'ausländischen fremdarbeiter' daran schuld sind, dass wir immer mehr strom verbrauchen.
das ist wirklich schlichtweg pervers: die schweizer, die von diesen billigen arbeitskräften ihre (unnötigen) zweitdomizile bauen lassen, weil sie nicht mehr wissen, wohin mit ihrem korrupten geld, die lassen stromfresser bauen!
könnte man doch DIE mal ausschaffen!...

Carlo De Vranco

26.02.2012 12:25 Uhr

zweitwohnungsbau

Unsere Natur ist genug verschandelt. Die Propagierung der Gemeindepräsidenten für den Zweitwohnungsbau hängt mit dem Filz zusammen mit den örtlichen Handwerksbetrieben. Wenn Graubünden zubetoniert ist, kommen keine Touristen mehr, ausser die falschen. Bezahlen tut das Ganze der einheimische Steuerzahler, der Boden und/oder Mieten am eigenen Ort nicht mehr bezahlen kann. Warum der Run auf 50-er-Jahre Fotos? Weil es damals halt noch schön aussah.

Max Oberli

23.02.2012 09:25 Uhr

Die wohl etwas andere Meinung

Wo bleibt die volkswirtschaftlich hochgejubelte Wertmehrung beim Zweitwohnungsbau tatsächlich? Einerseits bei den Aktionären der Baufirmen (pauschalbesteuert?) und andrerseits via Löhne inkl. Sozialleistungen der Fremdarbeiter im Ausland.

Der einzig wichtige Rohstoff, die Naturressourcen, wird durch mangels Leistungsausweis erfolggeilen Politikern auf ganze Generationen hinaus nachhaltig verscherbelt. Alles unter dem fragwürdigen Vorwand der Tourismus- und Wirtschaftsförderung.
Konkret sind die Zusammenlegung von Skigebieten für dubiose ägyptisch-schwedische Investotren, voreilig erteilte Bewilligungen zu völlig überdimensionierten Resorts zwecks Ergänzung der kalten Betten, ineffiziente Windparks von (bio)Energiewirten aus dem Wallis für urbane Zentren, der Bau neuer Kleinstkraftwerke trotz dramatischem Ressourcenschwund "Wasser", der Tunnelneubau im Hinblick auf Gillis Traumolympiaprojekt am Albula, weitere Steuergeschenke an österreichische Firmen unter dem Vorwand einer ertragreicheren Waldbewirtschaftung mitsamt dazugehörenden autobahntauglichen Erschliessungsstrassen etc. etc. gemeint.
Alles nur amerikanisch gefärbte warme Luft. Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, wo, für wen?

Die Politikverdrossenheit ist nicht mehr zu toppen.

Frage an die wirtschaftsfördernden Parlamentarier: Ist das alles, was ihr könnt?Wer bringt endlich glaubwürdige Argumente zu den präsentierten (oder oft halt eben nicht präsentierten) Entscheidungsgrundlagen? Wer übernimmt endlich Eigenverantwortung - in letzter Konsequenz?

Ich freue mich auf den 11. März - unsere professionalisierten Bündner Vordenker werden staunen...

Rene Zumbrunn

22.02.2012 15:17 Uhr

falsches Wachstum

Wachstum, Wachstum über alles! Oder wie?
Wann sieht man endlich ein, dass unser Land nicht endlos gross ist? Der Zweitwohnungsbau versiegelt sehr viel Boden in den Bergregionen. Genau dort sollte aber der Boden wie ein Schwamm wirken. Niederschläge müssen dort gelagert werden und erst nach einiger Zeit freigesetzt werden. Geschieht solches nicht, rinnt der Niederschlag schneller zu Tal und verursacht noch mehr Überschwemmungen! Leider meint der Mensch immer noch, mit der Technik kann die Natur besiegt werden.
Durch den Zweitwohnungsbau wird die Einheimische Bevölkerung noch mehr verdrängt und wird ihre Baubedürfnisse nicht mehr erfüllen können! Die Bodenpreise steigen ins unermessliche!
Touristen müssen an trostlose Betonburgen schauen, werden sich noch mehr von diesen Orten abwenden und ihr Geld im Ausland ausgeben!
Da haben wir es wieder, die Hoteliers jammern wegen Rücklauf der Übernachtungen! Jammern auf höchstem Niveau, aber die zusammenhänge nicht sehen!
Dass die Leuthard gegen diese Initiatve ist, wundert nicht. Zum knappen Wohnraum, der durch Einwanderung entsteht hat die nur eine Antwort: "Noch mehr und noch höher bauen!"
So geht es nicht mehr weiter!
Das Wachstum muss wechseln von Quantität zu Qualität!

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