| Autor: | Kalberer Marco |
| Ort: | Chur |
| Datum/Zeit: | 16.02.2012 12:51 |
Am 11. März 2012 stimmt das Bündner Volk über das Verwaltungszentrum-Projekt „sinergia“ ab. Eigentlich tönen die Argumente der Befürworter nicht schlecht. Anstatt 44 Liegenschaften gibt es nur noch eine. Es wird mit jährlich wiederkehrenden Einsparungen von 1,2 bis 1,9 Millionen Franken gerechnet. Das Verwaltungszentrum wäre gut erreichbar.
In der Vorlage für die Abstimmung vom 11. März 2012 ist allerdings nur die halbe Wahrheit niedergeschrieben. Denn die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nicht auf 69 Millionen Franken - dies ist nur die erste Bauphase - sondern auf 113 Millionen Franken. Es ist eine Sauerei, dass man versucht den Kredit durch die Salamitaktik zu erlangen und so das Bündner Volk veräppelt. Aber in Graubünden ist dies ja nichts Neues. Es wird Zeit, dass die Politiker endlich Klartext sprechen und nicht versuchen durch Hintertürchen an ihr Ziel zu kommen.
Ob die 113 Millionen Franken ausreichen ist ungewiss. Wie man weiss, sind die Kosten für Neubauten meist zu tief budgetiert und es entstehen Mehrkosten von rund 10 Prozent. Somit kostet das Ganze fast 125 Millionen Franken. 125 Millionen Franken? Ja, Sie haben richtig gelesen. 125 Millionen Franken für ein Bürogebäude! Kein Wunder, wenn man wieder einen Stararchitekten engagiert und ein Luxusgebäude baut. Ich bin mir sicher, dass dieses Gebäude für die Hälfte dieser Kosten gebaut werden kann. Deshalb sage ich NEIN zum Luxus-Verwaltungsgebäude und NEIN zum Projekt mit Hintertürchen.
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