Mit der diesjährigen Aufführung verfolgen die Macher das Ziel, weiterhin ein bezauberndes Freilichtspiel zur organisieren, dessen Wurzeln...
| Autor: | Wildisen Stephan |
| Ort: | Chur |
| Datum/Zeit: | 20.06.2012 15:33 |
Ich bin wohl nicht der Einzige der mit Kopfschütteln und Unverständnis die Kultur-Bemühungen in der Stadt Chur mitverfolgt.
Ich habe mir überlegt wie es möglich ist liegende, stehende und an die Wand geschmierte, bronzene Hundekots, oder einsame weisse, kaum wahrnehmbare Pfähle auf einem grossen Kreisel aufzustellen, schlimmer noch, zu kaufen. Auch die "Kunstausstellung" im Fontanapart kann höchstens als Themenarbeit einer Churer Primarschule gewürdigt werden, mehr gibt sie tatsächlich nicht her.
Mit Vergnügen spaziere ich jedes Jahr durch Bad Ragatz und bewundere die Kunst dort. Jedes Jahr gelingt es eine super Ausstellung im Park und im ganzen Dorf zu organisieren, und zwar von richtiger Kunst, Kunst im herkömmlichen Sinn von Können, von Anregung der Sinne und Erhebung des Bewusstseins auf höhere Ebenen.
In Chur bleibt aber nur ein Kopfschütteln übrig. Ich denke dass dies auf Minderwertigkeitskomplexe der Kulturbeauftragten zurückzuführen ist. Deshalb bejubeln sie des Kaisers neue Kleider, Kleider mit den Etiketten "berühmter" Künstler, ohne zu erkennen dass der Kaiser nackt dasteht!
Deshalb mein Aufruf an die "Kulturförderer": Vergesst die "Berühmtheit" von Leuten, welche berühmt sind weil irgend ein neurotischer Kunstkritiker sie in den Medien bejubelt hat. Werdet autentisch, besinnt euch auf den Sinn und Zweck von Kunst, nämlich den Alltag zu bereichern, den Menschen zu inspirieren, die Stadt für "normale" Leute attraktiv zu gestalten.
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