Wer sich ernsthaft mit der Natur beschäftigt, gerät immer wieder ins Spannungsfeld Natur–Mensch. Ist der Mensch ein Teil der Natur oder hat er sich mit seiner Kultur und Technik bereits aus ihr verabschiedet? Diese Fragen beschäftigen Jürg Paul Müller als Biologe seit Jahr und Tag. Im Blog nimmt er Sie in seine Gedankenwelt mit. 

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Tiere als Freunde und Therapeuten

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Haltung von Tieren der körperlichen und seelischen Gesundheit der Menschen förderlich ist. Der Hundehalter macht seinen morgendlichen und abendlichen Marsch. Die Rentnerin hat mit dem täglichen Füttern ihrer Hühner eine Aufgabe, die einen Rhythmus in ihren Alltag bringt. Die Kinder lernen beim Halten ihrer Meerschweinchen auch Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen.

Einsame Menschen haben in ihren Hausgenossen oft den einzigen Partner, der sie nicht im Stich lässt.

Die Aufforderung der Gesundheitsratgeber, doch Tiere zu halten, hat sicher viel für sich. Aber Tiere sind keine Ware. Wer ein Tier hält, nimmt viel Verantwortung auf sich. Ist man auch bereit, jeden Tag einen beträchtlichen Aufwand für die Besorgung und Pflege des Haustieres aufzubringen und Lösungen für besondere Situationen wie Ferien etc. zu suchen? Zudem ist die Verbindung Mensch-Tier sehr vielschichtig. Es ist schön, wenn Menschen zu ihren Haustieren eine innige Beziehung haben. Aber darf es sein, dass jemandem die Tiere näher stehen als seine Mitmenschen?  Und wie erlebt das Tier diese Beziehung? Schätzt es die überschwängliche Zuneigung, die ihm ein Mensch entgegenbringt oder möchte es vielleicht nicht einfach Tier sein? Gerade Säugetiere wie Hund und Katze haben bestimmt auch ein ausgeprägtes, eigenes Gefühlsleben, dass sie Freude und Schmerz erleben lässt.

Tierhalter, die ein inniges Verhältnis zu ihrem Haustier haben, glauben oft genau zu wissen, was dieses benötigt und liebt. Dabei gehen sie von ihren menschlichen Vorstellungen und Wünschen aus und übertragen diese ohne Rücksicht auf ihre Haustiere. Wer Tiere wirklich liebt, behandelt sie mit einem gewissen Respekt und einer angemessenen Distanz. 

  • Datum: 01.07.2011, 16:01 UHR
  • Webcode: 1222747
 

 

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Christoph Reuss

02.07.2011 01:20 Uhr

Hunde als Therapeuten

Ja, manche Hündeler brauchen offenbar wirklich einen Therapeuten... Ob der Vierbeiner so ganz ohne Psychologie- und Psychiatriestudium für diese Knacknüsse qualifiziert genug ist, ist jedoch sehr fraglich. Und was ist mit den _nicht therapierbaren_ Hunde(nicht)haltern, die den Hund mehr oder weniger offen als Droh- und Aggressionsmittel gegen unschuldige Wanderer etc. missbrauchen? Bei Nichttherapierbarkeit: Verwahrung? Oder wenigstens Hundeentzug (schon dem Tier zuliebe)?

 

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