Seit 1999 berichtet «Südostschweiz»-Korrespondent Thomas J. Spang für deutschsprachige Tageszeitungen über das politische Geschehen in Washington. Dieses Jahr begleitet der USA-Kenner die vierten amerikanischen Präsidentschaftswahlen vor Ort – und dies erstmals auch online mit dem Wahlkampf-Blog «Spang's Spin» auf «suedostschweiz.ch».

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Romney gewinnt vorläufig letzte Debatte

Mitt Romney begeistert selten, schneidet bei den Debatten der republikanischen Präsidentschaftskandidaten aber stets gut ab. So auch bei der 20-ten und vorläufigen letzten Kandidatenrunde in Arizona. Sicher half auch das ausgesprochen Romney-freundliche Publikum, das schon früh zu erkennen gab, wen es an diesem Tag unterstützt.

Romney nutzte die Gunst der Stunde und verwickelte Rick Santorum in langwierige Erklärungen seines früheren Abstimmungsverhaltens als Senator im US-Kongress. Dies war geradezu eine Lehrstunde, die erklärt, warum Senatoren so viel seltener erfolgreiche Präsidentschafts-Bewerber werden wie Gouverneure. Sie müssen ständig komplizierte Gesetzes-Manöver erklären, während Gouverneure einfach regieren.

Der neue Spitzenreiter in den Umfragen redete sich eine knappe Woche vor den Vorwahlen in Arizona und Michigan um Kopf und Kragen, als er zu erklären versuchte, warum er damals sogenannte “earmarks” unterstützte – also Lieblingsprojekte der Kandidaten in ihren Wahlkreisen. Am Ende seiner Ausführungen, dürfte so gut wie niemand mehr verstanden haben, worum es eigentlich ging. Nur, das Santorum mitgemacht hat.

Romney, der bestens präpariert in Debatte kam, verließ den Ring der vier Kandidaten als Punktsieger. Wenngleich Newt Gingrich davon  profitierte, die Rolle des “elder statesmans” übernehmen zu dürfen.

Ob der Auftritt allerdings hilft, Romney in seinem Geburtsstaat Michigan am 29. Februar über die Hürde zu helfen, bleibt abzuwarten. Der Kandidat wirkte zuletzt  zunehmend merkwürdig. Etwa als er in Michigan meinte, die Bäume dort “genau die richtige Höhe haben”. Wirklich, Mitt?

Nicht viel gaben sich Romney, Santorum und Gingrich in ihren Positionen gegenüber Iran. Ginge es nach einem der dreien ließefen die Kriegsvorbereitungen gegen das Mullah-Regime schon auf Hochtouren. Ron Paul stand in Arizona auf ziemlich verlorenen Posten als er an die Narreteien vor dem Irak-Krieg erinnerte als Politiker mit der gleichen Gewissheit in ein kostspieliges Abenteuer zogen ohne eine einzige Massenvernichtungswaffe zu finden.

Im Übrigen tauschten dei Kandidaten weitbekannte Positionen aus. Ron Paul versuchte sich immer wieder als Stimme der Vernunft zu etablieren. Eine Stimme, auf die an diesem Abend kaum jemand hören wollte.

  • Date: 23.02.2012, 05:26 hours
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