Mitte 60 ist eine Zwischenbilanz fällig. Situation, Blickwinkel und Prioritäten sind anders als in früheren Lebensphasen. Der damals dominante Erfolgsbegriff ist sehr relativ geworden. Die Einsicht wächst, dass es nicht darauf ankommt, möglichst viel anzuhäufen.
Entscheidend ist, dass man aus dem, was man hat, das macht, was einem persönlich am meisten entspricht, gefällt, wichtig und wertvoll ist. Wer das Mitte 60 weiss, ist schon weit auf dem Weg zu seinem Glück.
Das Streben nach Glück ist so alt wie der Mensch. Die Amerikaner haben es in der Präambel ihrer Unabhängigkeitserklärung 1776 als humanitäres Recht verankert («the persuit of happiness»). Und heute feiert dieser Glücksbegriff bei den gereiften Babyboomern eine eigentliche Renaissance. Sie sind die Nachkriegs-Jahrgänger zwischen 1945 und 1960 und die wohl verwöhnteste und privilegierteste Generation der bisherigen Menschheitsgeschichte. Aber: Trotz Wohlstand, Karriere-Erfolg und hoher Lebenserwartung sind viele Babyboomer innerlich leer und unzufrieden. Sie sehnen sich nach einem «gelingenden Leben» mit spontanen und tief empfundenen Glücksgefühlen.
Formeln dazu gibt es nicht, aber die sogenannte «positive Psychologie» und Grenzbereiche der Volkswirtschaftslehre bearbeiten das Thema, so etwa der bekannte Glücksforscher Prof. Frey an der Universität Zürich. Der Davoser Hotelier Ernst Wyrsch – für viele der Inbegriff eines glücklichen und aufgestellten Menschen – hat die «Schweizer Glücksakademie» gegründet, die eigentliche Glücksseminare durchführt.
Einen anderen Weg geht der Bündner Professor Reto Luzius Fetz, der 20 Jahre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Philosophie lehrte und dann das Institut für Sinnforschung gründete. In seinen Referaten und Büchern zeigt er, wie eng das menschliche Glück mit den Begriffen Lebenssinn, Lebenskunst und Lebenstiefe verknüpft ist – nicht gerade Kernkompetenzen eines Babyboomers …
Umso wertvoller ist es, sich damit zu befassen, auf der Suche nach Glück und heiterer Gelassenheit.
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31.07.2012 11:56 Uhr
Glück oder erfolg
Gut geschrieben ,lieber Hanspeter!
Ich bin zwar noch (lange ) nicht 60,Zwischenbilanz halte ich trotzdem ab und zu!
Dali Lama sagte einmal:
" das Geschäftemachen und der Reichtum kann den Menschen nicht zufriedenheit geben. Und jene ,die in einem gewissen Lebensabschnitt ihre ganze Enerie ins Geld machen stecken,werden eines Tages merken,dass dies nicht die Antwort auf ihr Leben ist"
So ist es doch! darum geniessen wir jeden Tag,sei es bei der Arbeit,die gleichzeitig auch Hobby ist,sei es am schönen Comersee!
HAPPY BIRTHDAY ,lieber Hanspeter,alles Liebe und Gute und geniessse den heutigen Prachtstag ,lieben Gruss an Amelie
Ilaria