Facebook kommt schon bald mit einem neuen Nachrichten-Dienst. Firmenchef Mark Zuckerberg lanciert in wenigen Monaten ein neues Messaging-System. Es bündelt alle bekannten Kommunikationskanäle.
Facebook-User kommen schon bald in den Genuss der sogenannten «Social Inbox». Das ist nicht anderes als eine neue und umfassende Kommunikations-Plattform. Er bündelt alle gängigen elektronischen Kommunikationsarten wie E-Mail, Chat, SMS und Instant Messaging. Mark Zuckerberg sagt, er werde damit das konventionelle E-Mail ablösen.
Bei der Entwicklung der «Social Inbox» hat Zuckerberg viele junge Leute gefragt, wie sie über das Internet kommunizieren. Das E-Mail ist bei vielen extrem out. Es sei viel zu langsam und umständlich, man müsse die Adressen einfügen, einen Betreff schreiben, usw. Facebook setzt daher auf SMS und Instant Messages (bekannt durch Twitter) und fokussiert sich gezielt auf jüngere Menschen.
Wie sieht die «Social Inbox» aus? Jede Konversation mit einem Freund stellt sie in einer Chat-ähnlichen Ansicht dar. Darin sieht man alle bisher gesendeten Nachrichten chronologisch sortiert. Das Tolle: Egal ob SMS, E-Mail oder Chat, die Konversation zeigt einem alle Nachrichten und behandelt die Quellen alle gleich.
Apropos Freunde: E-Mail-Dienste filtern ungewünschte Mail heraus und schmeissen sie in den Spam-Ordner. Die «Social Inbox» macht das auch, geht aber ganz anders dabei vor. Sie unterscheidet, von wem man eine Nachricht erhält, ob von einem Freund oder einem Nicht-Freund. Während konventionelle E-Mail-Dienste nach Stichworten filtern , nutzt die «Social Inbox» das soziale Geflecht, um einem nur die Nachrichten anzuzeigen, die einen wirklich interessieren.
Welches Ziel verfolgt Facebook?
Mark Zuckerberg hat das E-Mail als nicht mehr modern und nicht mehr zeitgemäss bezeichnet, es sei langsam und schwerfällig. Die «Social Inbox» soll das E-Mail daher langfristig ablösen und das Mail des 21. Jahrhunderts werden. Noch mehr: Mark Zuckerberg will die führende und unverzichtbare Austauschplattform errichten. Will nun Facebook uns einfach einen neuen Kommunikationsdienst mit ganz vielen tollen Features machen? Ohne Hintergedanken? Mit Nichten. Facebook wäre nicht Facebook, wenn sie nicht den eigenen Profit dahinter sehen würden. Die neue «Social Inbox» bringt nämlich mehr Funktionen. Das führt zu einer längeren Nutzungsdauer. Das wiederum bringt mehr Daten. Für Facebook heisst das: Mehr Werbung schalten, und zwar zielgenau. Und das wiederum lässt bei Facebook den Rubel rollen!
Ein wenig gedulden muss sie die Facebook-Gemeinde noch. Doch schon in ein paar Monaten erhält jeder auf Wunsch eine Mail-Adresse mit @facebook.com. Das ist doch was! Facebook baut unterdessen bereits ein neues Rechenzentrum in den USA und lässt sich dieses fast eine halbe Milliarde Dollar kosten. Für den Datenverkehr rüstet Mark Zuckerberg also auf.
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