Mi, 19.06.2013 14:22 Uhr | 0 Kommentare
Am helllichten Tag tötet ein Portugiese auf dem Bahnhof Schübelbach seine Ehefrau. Die Polizei rückte dieses Jahr schon dreimal zum mutmasslichen Täter aus. Er hätte eigentlich ein Kontaktverbot zu seiner Frau gehabt.
Schübelbach. - Die Kantonspolizei fahndet nach dem tatverdächtigen 34-Jährigen. Am Mittwoch um etwa 13.00 Uhr wurde auf dem Parkplatz des Bahnhofs Schübelbach-Buttikon auf eine 30-jährige Portugiesin geschossen. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Das Paar hat eine 13-jährige Tochter. Sie wird psychologisch betreut.
Die Polizei ermittelte rasch eine Person, die der Tat verdächtigt wird: den Ehemann. Der Verdächtige wohnt in Schübelbach. Er arbeitet als Bauarbeiter. Laut Nachbarn lebt das Paar seit einem halben Jahr getrennt. Die Frau wohnte neu in Siebnen und wollte angeblich die Scheidung. Sie soll am Mittwoch in Schübelbach Bekannte besucht haben, als sie mit mehreren Schüssen getötet wurde.
Im Zuge der Ermittlungen wurden gemäss Polizeicommuniqué zwei Portugiesen im Alter von 23 und 32 Jahren in Polizeihaft genommen. Sie sind noch immer in Haft. Man klärt ab, ob sie mit der Bluttat etwas zu tun haben.
Erstmals wurde der mutmassliche Schütze am 1. Januar 2012 aufgrund einer Meldung wegen häuslicher Gewalt festgenommen. Das Zwangsmassnahmengericht ordnete ein Kontakt- und Rayonverbot an.
Am 22. Februar wurde er erneut festgenommen. Das Zwangsmassnahmengericht ordnete eine psychiatrische Begleitung an.
Nach einer dritten Festnahme wurde er in Untersuchungshaft gesetzt. Aber: «Die Haft musste durch die Strafverfolgungsbehörden beendet werden», schreibt die Kapo Schwyz, «ein psychiatrisches Gutachten attestierte dem mutmasslichen Täter lediglich ein eher moderates Gefährdungspotenzial». (gh)
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