Ausbruch aus Massnahmenzentrum Bitzi

Ein 41-jähriger Häftling, der 1993 ein Tötungsdelikt begangen hatte, ist am Freitagabend aus dem Massnahmenzentrum Bitzi in Mosnang SG ausgebrochen. Am Samstag konnte er in St. Gallen wieder gefasst werden. Die Behörden halten die Gefahr neuer Straftaten für «minim».

Blick in ein Zimmer des Massnahmenzentrums Bitzi (Archiv) .

Bild: Keystone

Mosnang SG. – Gemäss Angaben der St. Galler Polizei liess sich der Mann widerstandslos festnehmen. Die Polizei kam ihm aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung auf die Spur. Er ist wegen eines Tötungsdelikts in Haft, das er 1993 begangen hatte.

Das St. Galler Amt für Justizvollzug lieferte am frühen Samstagabend in einer Mitteilung weitere Details zur Geschichte des Häftlings. Dieser wurde demnach im Dezember 1994 vom Gericht wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen, aufgrund seines psychischen Zustands aber verwahrt.

Nach jahrelangem Vollzug und mehreren Öffnungsschritten wurde er im September 2009 ins Massnahmenzentrum Bitzi verlegt, einer offenen Vollzugseinrichtung mit einer geschlossenen Betreuungsabteilung. Zu Beginn war der Mann in der geschlossenen Abteilung.

Weil er sich jedoch gemäss Justizangaben «erfreulich entwickelte» und als absprachefähig erwies, durfte er im Mai 2011 in die offene Abteilung wechseln. Sämtliche Vollzugsschritte seien durch die konkordatliche Fachkommission überprüft und von der Einweisungsbehörde bewilligt worden, hält das Amt fest.

Der heute 41-Jährige dürfe das Massnahmenzentrum nicht unbegleitet verlassen. Da er sich bis anhin immer an die Vorgaben gehalten und sich als verlässlich erwiesen habe, sei es ihm erlaubt, sich nach Absprache mit dem Betreuungspersonal innerhalb des Ordnungszaunes des Zentrums selbständig zu bewegen. Nach den bisherigen Abklärungen habe er diesen Zaun am Freitagabend auf einem Abendspaziergang überwunden.

Zur Gefährlichkeit des Häftlings schreibt das Amt für Justizvollzug: Er sei psychisch beeinträchtigt und auf eine regelmässige Medikamenteneinnahme angewiesen. Bei konsequenter Einnahme der Medikamente und einem Betreuungsumfeld, wie es das Massnahmenzentrum biete, sei «die Gefahr für neue Straftaten minim».

Weil die Schutzwirkung der Medikamente aber nur einige Tage anhalte, sei die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Fahndung gebeten worden. Der Mann könne «krankheitsbedingt impulsiv reagieren», wenn er sich eingeengt fühle oder mit Suchtmitteln in Kontakt komme. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 18.08.2012, 17:24 Uhr
  • Webcode: 2597653
 
 

Gastbeitrag
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
CAPTCHA
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden
Kerzenmacher Boris

19.08.2012 13:49 Uhr

"minim"

"minim" Kann durchaus sein. Fragt sich allerdings noch ob das Opfer von Straftätern auch so sehen, sofern sie noch leben.

 

Heute, 12:56 Uhr | 0 Kommentare

Rasend vor Eifersucht soll ein Taiwaner seine Freundin verstümmelt haben: Der 79-jährige Mann habe der 47-jährigen Frau Nase, Ohren und Lippen abgeschnitten und die Körperteile in der Toilette runtergespült, teilte die taiwanische Polizei am Donnerstag mit.

mehr...

Heute, 11:46 Uhr | 0 Kommentare

Ein deutscher Fernfahrer, der von seiner Fahrerkabine aus mehr als 700 Mal auf andere Lastwagen schoss, ist zu zehn Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Eine Autofahrerin war von einem Querschläger schwer verletzt worden.

mehr...

Heute, 08:50 Uhr | 0 Kommentare

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Sri Lanka suchen Helfer fieberhaft nach etwa 150 Vermissten. Die Arbeiten gestalteten sich wegen schlechten Wetters und der Gefahr neuer Erdrutsche schwierig.

mehr...

Mittwoch, 29.10.2014 16:39 Uhr | 0 Kommentare

Bei einem Erdrutsch in Sri Lanka könnten nach offiziellen Angaben am Mittwoch bis zu 150 Menschen ums Leben gekommen sein. Wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Rettungskräfte die Suchaktion vorübergehend aussetzen.

mehr...

Mittwoch, 29.10.2014 16:12 Uhr | 0 Kommentare

In Liberia lässt das Ausmass der Ebola-Epidemie offenbar nach. Erstmals seit Ausbruch der Epidemie sei die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen rückläufig, sagte der Vizegeneraldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Bruce Aylward, am Mittwoch in Genf.

mehr...

Alle Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

3-teiliges Brabantia Pfannen-Set inkl. Portokosten
CHF 99.-
CHF 199.-
mehr
10er-Abonnement Power-Plate, Ganzkörpertraining mit zertifizierter Personal Trainerin
CHF 145.-
CHF 290.-
mehr
Das ideale Fitnessgerät für zu Hause - TRX Slingtrainer
CHF 115.-
CHF 229.-
mehr
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website