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Polenmuseum oder McHabsburger?

Am Stammtisch. «Unglaublich!» Koni tippt nervös auf die Titelseite der Zeitung. «Jetzt wollen die einen 25-Jahres-Vertrag mit dem Polenmuseum unterschreiben. Für die Nutzung des Schlosses in Rapperswil!»

Peter nippt ruhig an seiner Tasse Kaffee. «Ja und? Das Museum ist schon seit 1870 dort.» Koni: «Was? Und wieso weiss die Bevölkerung nichts davon?» Peter: «Ich schätze mal, weil sich die meisten weder für Museen noch für Polen interessieren. Die grosse Schnittmenge sind dann die Abwesenden.» Koni: «So kann es nicht weitergehen. Das Schloss muss zu einem Anziehungspunkt für die Massen werden. Am besten machen wir eine Pizzabude daraus. Oder einen McDonalds!» Peter seufzt. «Du solltest dich nicht immer in die erstbesten Ideen reinsteigern. Ein neues Konzept ist ja schon in Ausarbeitung. Warten wir doch mal ab, was die vorschlagen.» Koni schüttelt vehement den Kopf. «Dann ist es zu spät. Wir müssen diesen Vertrag verhindern! Ich stelle noch heute Abend einen Pizzaofen und einen Burgergrill in den Schlosshof. Dann können die Mal schauen, wo sie ihre verstaubten Bilder aufhängen wollen.» Peter seufzt. «Koni, wie gesagt, das Museum ist schon seit 1870 dort. Und bis heute hat das niemanden gestört. Aber eines können wir machen: Da anscheinend keiner das Polenmuseum kennt, engagieren wir den Mörgeli als Kurator. Der ist froh, wenn er seine Ruhe hat.»

Marc Schwitter ist in Uznach geboren, Bürger von Näfels und aufgewachsen in Rapperswil. Er arbeitet als Texter, u.a. als Pointenschreiber für Giacobbo/Müller. Mehr unter www.textpingpong.ch.

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