Direkt zum Inhalt

Fehler beim Login!

Sie haben keine Rechte für diese Ausgabe

Quietschende Reifen kosten bis zu 800 Franken

Die Stadtpolizei Chur hat am Wochenende spezifische Verkehrskontrollen wegen Hochdrehen des Motors oder quietschenden Reifen durchgeführt. Und einmal mehr fuhren den Polizisten einige Sportwagenfahrer ins Netz.

Oftmals werden Sportwagenfahrer wegen Hochdrehen des Motors erwischt, wie am Wochenende von der Stadtpolizei Chur. Bild Stefanie Derungs

An der Kreuzung Masanser-/Ringstrasse ist am Freitagabend ein Fahrzeuglenker beobachtet worden, der seinen Wagen massiv beschleunigt und den Motor beim Anfahren hochgedreht hat. Weil die Stadtpolizei Chur eine Verkehrskontrolle zu diesem Thema am Laufen hatte, konnte der «Sünder» angehalten, und später auf dem Polizeiposten einvernommen werden.

Djoko Gurt, stellvertretender Gruppenführer bei der Stadtpolizei Chur, erzählte RSO-Reporterin Stefanie Derungs, wie er und seine Leute in solchen Fällen vorgehen. Die Stadtpolizei führt regelmässig solche Kontrollen durch. An neuralgischen Punkten wie Zubringer oder viel befahrenen Strassen, aber auch in gemeldeten Gebieten, wie Gurt erklärte.

Dabei werden die Polizisten so positioniert, dass sie beweissicher Tatbestände feststellen und später die fehlbaren Lenker aus dem Verkehr ziehen können.

Dabei bekommen die Polizisten oft Heftiges zu hören. Die Leute reagieren sehr unterschiedlich, sagte etwa Emil Gartmann während der Kontrolle. «Eher selten geben betroffene Fahrzeuglenker ihr Fehlverhalten zu. Vielmehr hören wir den Vorwurf, dass wir etwas gegen junge Leute oder potente Autos haben», sagt Gartmann. Und widerspricht dem sogleich.

Die Szene zu beschreiben sei schwer. So habe ein Auto für viele einen hohen Stellenwert, sei teils ein Statussymbol, sagen die Polizisten. Leider sei es so, dass immer wieder dieselben Einheimischen erwischt werden. Das Hochdrehen des Motors sei in einer Stadt halt lauter und mehr Thema als auf dem Land.

Wer gegen den Artikel «Vermeiden von Lärm» verstösst, müsse mit einer Busse von bis zu 800 Franken rechnen. Entscheiden tue das aber die Staatsanwaltschaft. (so)

Ihre Meinung zum Thema

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Web page addresses and email addresses turn into links automatically.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Wolfgang Reuss

So 09.04.2017 - 22:25

Sie schreiben:
"Dabei bekommen die Polizisten oft Heftiges zu hören. Die Leute reagieren sehr unterschiedlich, sagte etwa Emil Gartmann während der Kontrolle. 1) «Eher selten geben betroffene Fahrzeuglenker ihr Fehlverhalten zu. Vielmehr hören wir den Vorwurf, dass wir etwas gegen junge Leute oder potente Autos haben», sagt Gartmann. Und widerspricht dem sogleich.
Die Szene zu beschreiben sei schwer. So habe ein Auto für viele einen hohen Stellenwert, sei teils ein Statussymbol, sagen die Polizisten. 2) Leider sei es so, dass immer wieder dieselben Einheimischen erwischt werden."
Die "Szene", seien es Platzspitz, Raser oder sonstige Regressive:
Die Täter seien 1) meist uneinsichtig und 2) repetitiv.
Deshalb nannte ich diese (ob Auto oder Motorrad) "Kinder in Erwachsenenkörpern" und "Dezibel-Exhibitionisten": Die lärmen nicht für sich selbst (auf einem einsamen US-Salzsee würde es null "Freude" machen) sondern nur bezogen auf die Sozialumwelt, um das Publikum (antisozial) zu erschrecken. Psychische Gewalt bzw. eine Form der Gewalt. Das US-Militär kreierte den Ausdruck "Shock and Awe".
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2016-07-31/open-air-flumserbe…
Warum machen das "sich aufblasende Ochsenfrösche" nicht im Sandkasten? Eben deshalb (siehe oben).
Wir, das Publikum alias Opfer müssen uns wehren.
"Lärm macht krank, Gewöhnung nicht möglich" schreibt nicht nur unser Bundesamt. Man beachte: Abrupter Lärm - also Erschrecken durch Knallen (z.B. Wohnungstüre), Bellen etc. - ist am wirksamsten-gesundheitsschädlichsten.
Des Stadtpräsidenten Spruch "Nit nu in Chur wohna, au in Chur läba" verstand ich nie. Dass nun obendrein um ZUZÜGER geworben wird (vgl. Amtsblatt 7. April 2017 Titelseite und Seite 2, Bericht über "Die erste von drei Neuzuzügerbegrüssungen auf grosses Interesse gestossen") lässt wohl nicht nur aus Sicht einer Churerin seit Geburt und mir (Churer Bürger) die Frage aufwerfen, warum man sich durch die Motoren-Lärmerei und teils Raserei beispielsweise am Freitag und Samstag abends/nachts "weniger wohl fühlt" gelinde gesagt bzw. ob man da polizeilich und gesetzlich nicht mehr für Ordnung sorgen könnte.

Fazit: Warum wegen einiger Dep..... unsere Lebensqualität und Gesundheit verhunzen lassen?

Martino Tucek

So 09.04.2017 - 19:49

Stimmt nicht ganz, auf dem "Land" sind die Testeronboliden genau so ein Ärgernis für die Bevölkerung, z.B. an den Wochenenden (Freitag-, Samstagabend) auf der Strecke Chur-Arosa. Da schauen aber die Kantonspolizisten weg, da es zu mühsam ist z.B. am Freitag- oder Samstagabend alle die Möchtegern Rennfahrer zu kontrollieren, gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

Berger S. G.

Mi 12.04.2017 - 23:16

Leider ist das so. Seit einigen Wochen quietschen die Reifen speziell ab Donnerstag Abend bis Sonntag in immer häufigerer Manier. . Es gibt da so gewisse Kurven, die einfach zu verführerisch sind, um nicht zu überholen... !!
Die Motoren werden stärker und die Charaktere der Möchte-gern- 'Rennfahrer' dekadenter.
Man könnte fast meinen, dass dieses Gesetz auf der Strecke Chur-Arosa (und zurück!) ausser Kraft ist.

Andreas Reutlinger

So 09.04.2017 - 17:09

Langsam geht mir der "Verein" immer mehr aus den Sack!
Da kann einer im Block mitten in der Nacht seine Musikanlage aufdrehen wie er will und gar nichts passiert. Da gibt es in Basel das Tattoo wo auf dem Kasernenareal bis in alle Nacht weit über 100 dB Lärm gemacht wird! Ich habe da nichts dagegen, aber ich verstehe nicht, dass man einen Automobilisten dafür büssen muss, wenn er 2-3 Sekunden seine Räder quietschen lässt.
Und am Schluss fragen sich die Komiker, warum sie keine Sympathien mehr haben!

Wolfgang Reuss

Mo 10.04.2017 - 12:21

Andreas Reutlinger, das, was Sie als "der Verein, der Ihnen immer mehr auf den Sack geht" bezeichnen, ist in Wirklichkeit "unser aller Freund und Helfer" bzw. "alle Gewalt geht vom Staate aus", allerdings vorausgesetzt, dass dann der Schutz umfassend greift, denn andernfalls würden ungeschützte Bürger zumindest theoretisch dazu tendieren bzw. sich genötigt sehen, sich selbst zu verteidigen, wie nicht wenige Bürgerkriegsgebiete weltweit illustrieren mögen.
Der wohl kleinste gemeinsame Nenner ist das Gesetz, das unbedingt vollzogen werden muss. Und das Gesetz verbietet diese menschenschädigenden Lärmereien, egal ob die Täter dazu ein Auto, eine Musikanlage nachts oder schlicht ihre Stimme zwecks Gröhlerei-Johlerei missbräuchlich einsetzen.
Wozu ein Andreas Reutlinger zwingend und essenziell "2-3 Sekunden Reifenquietschen" benötigt, mag möglicherweise Thema an einem Psychologieseminar sein, mich hingegen widert es bloss an.

Weitere Artikel zum Thema